Gartenträume: Mit diesen Tipps zaubern Sie einen skandinavischen Garten

Bei dem Schlagwort „Skandinavischer Stil“ erscheinen bei vielen sofort Bilder einer minimalistischen und schnörkellosen Inneneinrichtung in hellen Farben vor dem inneren Auge, die genau durch diese Schlichtheit echten Charme besitzt. Die Skandinavier übertragen dieses Konzept aber auch auf ihre Gärten und schaffen damit herrlich unprätentiöse Wohlfühloasen vor der eigenen Haustür. Wer beim Anlegen seines Gartens einige Tipps beherzigt, kann sich bald über sein eigenes grünes Fleckchen im originalen skandinavischen Stil freuen.

Rotes Schwedenhaus im Garten

Tipp 1: Natürlichkeit


Ein Garten folgt nur dann dem nordischen Ideal, wenn er so naturbelassen wie möglich gehalten wird. So sollten die ausgewählten Pflanzen frei wachsen können, anstatt in Form geschnitten zu werden und auch Hilfsmittel wie chemischer Dünger sind nicht gern gesehen. Entsprechend sind robuste und pflegeleichte Pflanzen für den Garten besonders geeignet. Bei den Bäumen fallen zum Beispiel Eichen und Kastanien in diese Kategorie und auch Rhododendren, Hortensien, Buschwindröschen und Klematis unterstreichen den gewünschten Stil. Der Garten ist am schönsten, wenn er in großer Vielfalt und ohne strenge Anordnung bepflanzt wird. Angelegte Beete sollten dabei am besten nicht von Wegen umschlossen, sondern natürlich durch den Rasen begrenzt werden. Durch Hochbeete (z.B. das Pipe Modul System Hochbeet Modell 5) und erhöhte Blumenkästen können außerdem verschiedene Ebenen eingebracht werden, ohne dass es überzogen und künstlich wirkt. Auch ein natürlich aussehender Teich ist eine schöne Ergänzung. Wichtig ist jedoch, dass naturbelassen keinesfalls verwildert bedeutet und so sollten Bäume, Sträucher, Rasen und Beete auch im skandinavischen Garten nicht völlig unkontrolliert wachsen, sondern bei Bedarf in Maßen beschnitten und ausgedünnt werden.

Tipp 2: Nützlichkeit

Der skandinavische Garten zeichnet sich neben seiner Natürlichkeit außerdem dadurch aus, dass er nicht nur schön aussieht, sondern immer auch als Nutzgarten verwendet wird. Wo Platz ist, finden sich Obstbäume, Gemüsebeete und Beerensträucher. Ein absolutes Must-have ist außerdem ein eigener kleiner Kräutergarten. Auf diese Weise ist der Garten nicht nur ein Ort der Entspannung, sondern kommt auch dem neuen Bewusstsein für eine gesündere und ökologisch verträglichere Lebensweise sehr entgegen. In Eigenregie angebautes Obst und Gemüse spart Geld, schmeckt besser als die Waren aus dem Supermarkt und man weiß genau, unter welchen Bedingungen es produziert wurde.

Tipp 3: Einfachheit

Die Möbel und die weiteren Einrichtungsgegenstände sind im skandinavischen Garten schlicht gehalten (Bild: Runde Garnitur mit Rückenlehne). Verspielte und verschnörkelte Stücke wirken eher fehl am Platz. Stattdessen haben natürliche Materialien wie Holz und Stein die Oberhand. Bei der farblichen Gestaltung wird vor allem auf braun, grau und beige gesetzt, aber auch weiß ist sehr passend. 

Auch in Bezug auf die Dekoration ist Einfachheit Trumpf. Zu viele oder kitschige Elemente, wie zum Beispiel Gartenzwerge, wirken eher störend und nehmen dem Garten die Natürlichkeit und Schlichtheit – viel passender sind auch hier Naturmaterialien und gedeckte Farben. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Holzvogelhäuschen und ein paar schlichten Windlichtern? Noch stilgerechter ist es, wenn die Dekorationsgegenstände gleichzeitig auch noch nützlich sind. Über den Garten verteilte Sitzgelegenheiten aus Holz oder Stein laden zum Verweilen ein und an einer schöne Stahlgießkanne und einem rustikalen Holzregenfass erfreuen sich nicht nur die Augen, sondern auch die Pflanzen.

Runde Garnitur mit Rückenlehne aus Holz

Tipp 4: Der Klassiker

Der Blickfang in jedem skandinavischen Garten ist das Holzhaus im typischen Schwedenrot. Dieses sogenannte Falunrot hat eine über Jahrhunderte zurückreichende Tradition und wurde bereits im 16. Jahrhundert von der wohlhabenderen Bevölkerung zum Streichen der Hauswände verwendet, um die Farbe der mitteleuropäischen Backsteinhäuser nachzuahmen. Über die Zeit kam die auffällige Farbe in allen Gesellschaftsschichten an und mauserte sich zum traditionellen Anstrich von schwedischen Holzhäusern.

Ein kompletter Umbau des Wohnhauses zum Holzhaus ist natürlich aus finanziellen und praktischen Gründen nicht sinnvoll, doch wer sich ein rotes Häuschen als i-Tüpfelchen des skandinavischen Stils in seinem Garten wünscht, muss darauf nicht verzichten. Die Holzhäuser gibt es nämlich auch als Gartenhaus. Natürlich erfordert diese Anschaffung ebenfalls eine Investition, doch diese ist durchaus eine Überlegung wert, denn neben der optischen Vervollständigung des skandinavischen Gartens hat ein Gartenhäuschen auch praktische Vorteile. So kann es als Lagerplatz für Gartengeräte und im Winter auch Gartenmöbel dienen oder zum Beispiel als Gästehaus oder Partyraum eingerichtet werden. Tipp: Abhängig vom Bundesland ist für das Aufstellen eines Gartenhauses eine Baugenehmigung notwendig. 




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