5 Tipps & Tricks für eine märchenhafte Gartendeko im Vintage-Stil

Pastellnoten, florales Design und schnörkelige Accessoires: "Vintage-Stil" ist momentan in aller Munde. Wände werden in cremigen Farben gestrichen, bronzefarbene Schlüssel an langen Ketten um den Hals getragen und Großmutters alte Kommode mit Pinsel, Farbe und ein paar bunten Knaufen in "Shabby Chic" verwandelt. Doch wer sagt, dass die Welt von gestern sich auf Kleidungsstil und Wohnungseinrichtung beschränken muss? Auch Gartendeko kann Vintage sein – wir zeigen, wie das geht.

Bepflanzte Töpfe und Holzkisten

Vintage-Stil: Eine Reise in die Welt von gestern

Mit dem Begriff "Vintage" verbinden wir heute einen Wohlfühl-Stil, der uns aus dem grauen Alltag hinaus und in eine Welt aus Pastelltönen führt, in der Cupcakes gebacken und Hüte getragen werden. Tatsächlich bedeutet "Vintage" in der Modewelt die Anlehnung an das Hollywood der 1920er Jahre und Audrey Hepburns Besuch bei Tiffany's: Es ist die Zeit der Perlenketten, der Zigarettenspitzen und der blonden Hollywoodwelle. Auch Möbel und Dekorationsobjekte aus dieser Zeit werden als "Vintage" bezeichnet. Moderne Designer, die die zauberhaft verschnörkelte Formensprache dieser Zeit kopieren, arbeiten im sogenannten "Vintage-Stil".

Das Schöne am Vintage-Stil ist, dass er uns auf eine Entdeckungsreise schickt: Wer hat nicht schon mal Großmutters Kleiderkasten durchstöbert oder verstaubte Möbelstücke aus den 20er/30er Jahren auf dem Dachboden gefunden? Dank Vintage und Shabby Chic dürfen diese Stücke wieder ins Rampenlicht treten. Und das Beste: Man darf ruhig sehen, dass sie alt sind. Abgeplatzter Lack, kleine Kratzer und Verfärbungen bedeuten keine Wertminderung, sondern machen den eigentlichen Vintage-Charme erst richtig perfekt. Auch für die Gartendeko lohnt sich das Stöbern auf Dachböden, Flohmärkten und Schrottplätzen.

Individueller Vintage-Garten: Gestaltungsideen

Es gibt kein Patentrezept für eine Gartendeko im Vintage-Stil. "Vintage" bedeutet nämlich auch, eben keinem strikten Plan zu folgen, sondern sich einfach ein wenig treiben zu lassen und zu schauen, was zur Persönlichkeit des Gartens passt: Der Vintage-Stil braucht Zeit und muss "wachsen". Der Grund dafür ist u.a., dass man niemals wissen kann, wo einem brauchbare Dekoelemente begegnen. Manche Dinge, wie etwa alte Blumenkübel, verwitterte Gartenmöbel und löchrige Gießkannen, finden sich beinahe in jedem Garten. Auf andere Schmuckstücke muss man vielleicht ein wenig länger warten und auch den einen oder einen Flohmarkt abklappern. Mit folgenden Tipps und Tricks hält der Vintage-Stil ohne viel Aufwand Einzug in jeden Garten:

Tipp Nr. 1: Aus alt mach neu

Normalerweise bedeutet ein neuer Deko-Stil, dass eine Menge neu angeschafft werden muss. Beim Vintage-Stil ist das anders. Besonders alte Gartenmöbel aus Holz, die von Wind und Wetter gezeichnet sind und eigentlich ersetzt werden müssten, sind eine ideale Ausgangsbasis für den DIY-Shabby Chic: Vintage-Fans weltweit schwören für solche Zwecke auf die innovativen Chalk Paint™ Dekorationsfarben der britischen Designerin Annie Sloan. Die organischen Farben, die ihren Namen der einzigartig soften Textur und dem matten Finish verdanken, sind auf nahezu allen Materialien sowohl im Innen- als auch im Außenbereich anwendbar. Und das Beste: Die alten Möbel müssen zuvor nicht abgeschliffen werden, sondern verwandeln sich schon nach einmaligem Anstrich in einen Blickfang aus Farbe und Struktur.

Die Farbpalette bietet vor allem Vintage-freundliche warme Töne mit antikem Touch wie etwa "Old White“ oder „Paris Grey“. Mithilfe eines kleines Schwamms oder feinkörnigem Schleifpapier kann der Farbe sogar nachträglich Struktur verliehen werden. Dauerhaft haltbar werden die Kreationen durch einen abschließenden Wachsauftrag in hellen oder dunklen Farben – je nach Belieben.

Chalk Paint

Tipp Nr. 2: Aus neu mach alt

Natürlich kann man Dekorationsgegenstände kaufen, die bereits im Vintage-Stil hergestellt wurden. So richtig nach Vintage fühlt es sich eigentlich aber nur dann an, wenn man Altes aufgehübscht oder einem neuen Verwendungszweck zugeführt hat. Es gibt aber auch die Möglichkeit, ein bisschen nachzuhelfen, indem man beispielsweise neue Tontöpfe und Wannen oder Gießkannen aus Zink und anderen anlaufenden Materialien einige Zeit bei Wind und Wetter im Garten liegen lässt. Moosbewachs und rostige Stellen werden nicht lange auf sich warten lassen.

Tipp Nr. 3: Vorhandenes nutzen

Vintage lebt u.a. davon, dass Gegenstände zweckentfremdet werden. So eignet sich beispielsweise eine alte Holzleiter, die schräg an der Wand befestigt wird, hervorragend als Blumenregal. Und anstatt neue Blumentöpfe zu kaufen, kann man Kräuter in alten Metalldosen ziehen und Blumen in Porzellan-Vasen, Zinkeimer und ausgediente Gießkannen pflanzen.  Ein besonderer Blickfang sind blühende Landschaften in alten Schubkannen oder ausgedienten Badewannen. Auch rostige Fahrräder können wunderbar in einen Vintage-Garten integriert werden.

Tipp Nr. 4: Stimmung erzeugen

Ein richtiger Vintage-Garten muss gemütlich und stimmungsvoll sein. Um diesen Effekt zu erzeugen, eignen sich große und kleine Laternen, die am Boden stehen oder von den Bäumen hängen. Ideal sind natürlich Holzlaternen, die schon ein wenig verwittert sind, oder Windlichter aus Eisen mit einem leichten Rostüberzug. Und ganz wichtig: Auch wenn LED-Leuchten praktischer sind – Kerzenlicht ist hundertmal gemütlicher!

Tipp Nr. 5: Weniger ist mehr

Es schadet natürlich nicht, das eine oder andere Element neu anzuschaffen. Allerdings sollten große Objekte eher die Ausnahme bleiben und sich insgesamt gut in das Vintage-Konzept einpassen. Gut geeignet sind beispielsweise Sitzbänke im rustikalen Stil, die zum Verweilen und Entspannen einladen.

 

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